Die Historie der DÄGfA

Eine kleine Zeitreise

Dieses Jubiläum ist nicht nur Anlass zur Rückschau, sondern auch zur Würdigung einer außergewöhnlichen Entwicklung, die 1951 unter besonderen historischen Bedingungen ihren Anfang nahm.

Die Gründung der damaligen „Deutschen Gesellschaft für Akupunktur“ stand ganz im Zeichen des Neuaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg. Getragen von dem Wunsch, eine Medizin zu etablieren, die im Einklang mit Artikel 1 des 1949 formulierten Grundgesetzes die Würde jedes Menschen in den Mittelpunkt stellt, verband sich von Beginn an fachliche Neugier mit einer Haltung der Versöhnung und des Ausgleichs. Der wissenschaftliche Austausch, insbesondere mit französischen Akupunkteuren, wurde zu einem wichtigen Weg, Brücken nach einer Zeit der Konfrontation zu bauen und gemeinsam neues Wissen zu erschließen.

Im Zentrum der frühen Arbeit stand das Bestreben, die Inhalte der chinesischen Medizin zu verstehen, kritisch zu reflektieren und für europäische Ärztinnen und Ärzte nachvollziehbar zu machen – pragmatisch in der Herangehensweise, praktisch in der Tätigkeit und wirksam im Ergebnis.

Von Anfang an gehörte es zur Tradition der DÄGfA, neue Erkenntnisse aus Physiologie, Biologie, Neurowissenschaften, Physik, Anatomie und Embryologie in den Diskurs einzubringen. Die bereits 1952 erstmals erschienene „Deutsche Zeitschrift für Akupunktur“, die bis heute vierteljährlich publiziert wird, steht exemplarisch für diesen Anspruch an wissenschaftliche Reflexion und kontinuierlichen Austausch.

Neben der naturwissenschaftlichen ging es immer auch um geisteswissenschaftliche Erkenntnisgewinnung. Auf dem ersten Deutschen Akupunkturkongress, der bereits 1953 realisiert wurde, formulierte Dr. med. Gerhard Bachmann, Gründungspräsident der DÄGfA: „Die Akupunktur ist das Ergebnis einer inneren Schau, eines bildhaften Denkens.“ Die Aufmerksamkeit liege dabei auf dem Erkennen der Dynamik von Krankheit. Bachmann betonte an anderer Stelle, die Akupunktur werde zu einem Verständnis einer „Anschauung über Gesundheit und Krankheit“ beitragen.

Die chinesische Medizin eröffnet die Möglichkeit, den kranken Menschen in seiner individuellen subjektiven Erfahrung von Kranksein zu verstehen und die Trennung von körperlichem Empfinden, seelischem Erleben und geistigem Potenzial zu überwinden.

Dieses ganzheitliche Menschenbild und der Anspruch auf Wissenschaftlichkeit sind ein zentrales Fundament unserer Arbeit und prägen unser Selbstverständnis bis heute.

Die DÄGfA ist seit jeher im Wandel begriffen. Formen und Ausdrucksweisen mögen sich verändern – was bleibt, ist die lebendige Bereitschaft zur Erneuerung, der Wille zu integrativem Arbeiten und die Offenheit gegenüber neuen Erkenntnissen sowohl der Natur- als auch der Geisteswissenschaften. Ebenso prägend ist unsere Tradition, junge Kolleginnen und Kollegen zu fördern, sie zu begleiten und ihnen Raum zur aktiven Mitgestaltung unserer Fachgesellschaft zu geben.

Unser Leitbild verbindet dabei ein klares Bekenntnis zu einem humanistischen Menschenbild mit wissenschaftlicher Fundierung: evidenzbasierte Medizin im besten Sinne, getragen von den Urqualitäten ärztlichen Handelns – Aufmerksamkeit, Empathie, Verantwortungsbewusstsein und fachliche Kompetenz – unterstützt von Forschungsergebnissen externer Evidenz und ausgerichtet auf die Bedürfnisse unserer Patienten.

Wir danken allen, die die DÄGfA in den vergangenen 75 Jahren geprägt, begleitet und weiterentwickelt haben. Gemeinsam blicken wir mit Zuversicht in die Zukunft – im Bewusstsein unserer Geschichte und im Vertrauen in die Kraft einer Medizin, die den Menschen in seinem gesamten Potenzial in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stellt.

Mit herzlichen Grüßen

Sabine Schierl und Klaus Trinczek
für den Vorstand der DÄGfA

Die Mitgliederversammlungen und wissenschaftlichen Tagungen fanden zunächst jährlich, später im Zweijahresrhythmus statt, zuerst in Mehlem-Bad Godesberg, dann in Wiesbaden. Neben den geistes- und naturwissenschaftlichen Beiträgen erregten dort medizinisch bedeutsame Referate Aufmerksamkeit. Die Jahrestagungen waren zugleich gesellschaftliche Ereignisse. Beim Festabend erschienen die Herren im Frack oder Smoking, die Damen in langer Robe. Die Gesellschaft war überschaubar, man kannte sich persönlich, viele waren freundschaftlich verbunden. Wissenschaftlichkeit und familiäre Atmosphäre gingen Hand in Hand.

Anfang der 1970er Jahre schloss sich die DÄGfA dem Zentralverband der Ärzte für Naturheilverfahren (ZAEN) als korporatives Mitglied an. Dadurch konnten Jahresversammlungen im Rahmen der Freudenstädter Frühjahrs- und Herbsttagungen stattfinden. Diese Einbindung wirkte befruchtend: Begegnungen mit anderen naturheilkundlichen und regulationsmedizinischen Gesellschaften stärkten die Entwicklung der DÄGfA.

Die 1970er Jahre brachten eine neue Belebung der Akupunktur mit dem Besuch des amerikanischen Präsidenten Richard Nixon 1972 in der Volksrepublik China. Die in den Medien verbreiteten Bilder einer für den US-Präsidenten inszenierten Akupunktur-Show weckten das Interesse der Wissenschaft. Im Vorfeld des Staatsbesuches begleitete der Journalist James Reston die amerikanische Tischtennismannschaft und erlitt dort eine Appendizitis. Auf der Titelseite der New York Times vom 26. Juli 1971 berichtete er von seinen Erfahrungen der erfolgreichen postoperativen Schmerzstillung mit drei Akupunkturnadeln. Mit der allmählichen Öffnung Chinas und dem entstehenden wissenschaftlichen Austausch wuchs das Interesse weiter. In den 1970er Jahren kamen häufig ausländische Dozenten nach Freudenstadt, darunter Dr. med. Van Nghi und Dr. med. Jean-Claude Darras. Besonderen Zuspruch fanden die Seminare von Dr. med. Ingrid Wancura und Dr. med. Georg König aus Wien, die längere Ausbildungszeiten in China absolviert hatten.

Seit vielen Jahren finden im Rahmen der Akupunkturwoche die Jahrestagungen mit wissenschaftlichen Impulsen unter Leitung des Wissenschaftszentrums der DÄGfA statt.

Rolf Leitner gründete 1976 das Ausbildungszentrum der DÄGfA in Berlin.

Ruth Schmitz-Harbauer war langjährige Vizepräsidentin und spätere Ehrenpräsidentin der DÄGfA. Ab 1982 leitete sie das Fortbildungszentrum, verlegte es nach Krefeld und schuf damit die erste feste Struktur für die ärztliche Akupunkturausbildung in Deutschland. Mit großem Engagement entwickelte sie Curricula, organisierte Kurse und bildete Dozenten aus. Als Ärztin mit Schwerpunkt Naturheilverfahren verband sie Akupunktur mit Phytotherapie und Homöopathie. Für ihr herausragendes Wirken wurde sie vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz.

Hans Garten übernahm anschließend die Leitung des Fortbildungszentrums, holte es 1992 nach München in die Raglovichstraße und strukturierte es neu.

Wolfram Stör leitete das Fortbildungszentrum von 1994 bis 1999. 1996 wurde die Ausbildung der DÄGfA internationalen Standards angepasst und die „Vollausbildung Ärztliche Akupunktur“ mit einem Curriculum von 300 Stunden entwickelt. Im selben Jahr konnte die DÄGfA in wirtschaftlich sehr erfolgreichen Zeiten eine eigene Immobilie in der Würmtalstraße in München als Zentrale mit integriertem Seminarraum erwerben.

Helmut Rüdinger leitete das Fortbildungszentrum von 1999 bis 2000. Als langjähriges Vorstandsmitglied engagierte er sich besonders in berufspolitischen Fragen, etablierte das Verbindungsbüro der Akupunkturgesellschaften und trug wesentlich zur inhaltlichen Ausgestaltung der Zusatzbezeichnung Akupunktur bei.

Heidi Rausch prägte von 2000 bis 2010 als Leiterin des Fortbildungszentrums die Organisation und Qualität der ärztlichen Akupunkturausbildung. Mit großem Engagement koordinierte sie ein bundesweites Kursprogramm, strukturierte Abläufe und unterstützte Dozenten wie Teilnehmende in besonderem Maße. Ihr Wirken gewährleistete die kontinuierliche Weiterentwicklung der Fortbildungsangebote, trug wesentlich zur Professionalisierung der DÄGfA bei und sichert bis heute ein solides wirtschaftliches Fundament. Durch ihre Verlässlichkeit, organisatorische Stärke und ihren Einsatz „mit Herz, Hut und Gedicht“ wurde sie zu einer zentralen Stütze der Ausbildung und des kollegialen Austauschs.

Dominik Irnich leitete das Fortbildungszentrum von 2010 bis 2016 sowie erneut von 2019 bis 2025. Er etablierte die weiterführenden Ausbildungsgänge „Meister der Akupunktur“ und „Meister der Ost-Asiatischen Medizin“.

Sabine Schierl und Klaus Trinczek leiteten das Fortbildungszentrum von 2016 bis 2019 und übernehmen seit Mai 2025 erneut gemeinsam Verantwortung für die Weiterentwicklung und Gestaltung aller Projekte rund um das Fortbildungszentrum.

Das DÄGfA Haus
Im Jahr 1996 konnte die DÄGfA aufgrund ihrer wirtschaftlich stärksten Jahre eine eigene Immobilie in der Würmtalstraße, München als Zentrale mit integriertem Seminarraum erwerben.
Der Bachmann Preis

Dr. med. Gerhard Bachmann war der visionäre Arzt, der 1951 in München die Deutsche Ärztegesellschaft für Akupunktur e.V. (DÄGfA) gründete. Seit vielen Jahren verleiht die DÄGfA die nach ihm benannte Auszeichnung an Persönlichkeiten, die sich in herausragender und nachhaltiger Weise für Erforschung, Verbreitung und Anerkennung der Akupunktur und Chinesischen Medizin eingesetzt haben. Die letzte Feier zum Gerhard-Bachmann-Preis fand am 29. Mai 2014 bei der DÄGfA-Jahrestagung statt, im Rahmen der 28. Akupunktur-Woche in Bad Nauheim. Preisträger sind:

  • 1992 Toshikatsu Yamamoto – Für Entwicklung, Systematisierung und Verbreitung seiner Methode „Yamamoto Neue Schädelakupunktur (YNSA)“
  • 1992 Priv. Doz. Dr. med. vet. Dirk Draehmpaehl – Für Weiterentwicklung und Erforschung der Akupunktur in der Veterinärmedizin
  • 1992 Priv. Doz. Dr. med. Thomas Bär – Für Forschungen zur Beeinflussung der kutanen Thermoregulation durch Akupunktur
  • 1993 Dr. med. Volkmar Glaser – Für die Entwicklung der Psychotonik als Lehre vom Leben und Qi
  • 1994 Dr. med. Thomas Weinschütz – Für Forschungen zur Akupunktur bei Kopfschmerzen
  • 1995 MR Dr. med. Otfried Perschke – Für sein Lebenswerk und die Grundlagenarbeit zur Verbindung von Akupunktur, Manueller Medizin und Neuraltherapie
  • 1996 Prof. Dr. med. Hartmut Heine – Für wissenschaftliche Grundlagenforschung zur Akupunktur, zur Morphologie des Akupunkturpunktes und zur Matrixforschung
  • 1997 Dr. med. Raymund Pothmann – Für Verdienste bei der Verbreitung der Akupunktur in Lehre und Ausbildung sowie für die Erforschung der Wirkmechanismen der Akupunktur
  • 1998 Dr. med. Ingrid Wancura-Kampik – Für ihr Lebenswerk und die westliche naturwissenschaftliche sowie psychosomatische Interpretation der Akupunktur
  • 1999 Dr. med. Ruth Schmitz-Harbauer – Für ihr Lebenswerk und ihre Verdienste um Lehre, Verbreitung und Anerkennung der Akupunktur sowie deren Integration in die westlichen Naturheilverfahren und die moderne Medizin
  • 2001 Dr. med. Jochen Gleditsch – Für sein Lebenswerk und seine Verdienste um Lehre, Verbreitung und Anerkennung der Akupunktur sowie ihre Integration in die moderne Medizin
  • 2003 MR Dr. med. Georg König – Für sein Lebenswerk und seine Verdienste um Lehre, Verbreitung und Anerkennung der Akupunktur sowie ihre Integration in die moderne Medizin
  • 2014 Dr. med. Walburg Marić-Oehler – Für ihr Lebenswerk und ihre Verdienste um Lehre, Verbreitung und Anerkennung der Akupunktur sowie deren Integration in die moderne Medizin

 

Der Gleditsch Preis

Der Preis wurde erstmals am 21. Mai 2009 auf der Jahrestagung der DÄGfA in Bad Nauheim verliehen, wobei die Begründer der DÄGfA Summer School ausgezeichnet wurden.

  • Erste Preisträger (2009):
    Das Team der DÄGfA Summer School, darunter Stephan Allmendinger, Johannes Fleckenstein, Stefan Kloiber, Richard Musil und Klaus Trinczek.

Die Gründerjahre

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erlebte die Akupunktur in Europa einen bedeutenden Aufschwung, maßgeblich geprägt durch den französischen Diplomaten Georges Soulié de Morant. Durch seine langjährigen Aufenthalte in China und seine umfangreichen Publikationen, insbesondere das Werk L’Acupuncture Chinoise, legte er die Grundlage für das Verständnis der Akupunktur im Westen. Auch in Deutschland wuchs das Interesse an der chinesischen Medizin. Dr. med. Franz Hübotter, Arzt und Sinologe, gilt als früher Wegbereiter, dessen Arbeiten jedoch zunächst nur begrenzte Verbreitung fanden. Entscheidende Impulse gingen schließlich von einer neuen Generation deutscher Ärzte aus, darunter Dr. med. Gerhard Bachmann, Dr. med. Erich Stiefvater und Dr. med. Heribert Schmidt.

Die Gründung der Deutschen Gesellschaft für Akupunktur (DGA, später umbenannt in DÄGfA) am 18. November 1951 markiert den Beginn einer neuen medizinischen Entwicklung in Deutschland. In den schwierigen Nachkriegsjahren, geprägt von Zerstörung und Neubeginn, suchten viele Ärzte nach erweiterten therapeutischen Ansätzen. Offenheit für neue Wege und praktische Erfahrung förderten das Interesse an der damals in Europa noch wenig bekannten Akupunktur.

Zu den Gründungsmitgliedern zählten Gerhard Bachmann, Hermann Dingfelder, Wilhelm Lenzen, Hasso Wachtländer, Rolf Schellack, Walter Nütze, Heribert Schmidt und Georg Kampik. Von Beginn an verfolgte die Gesellschaft klare Ziele: die Verbreitung der Akupunktur, die qualifizierte Ausbildung von Ärzten sowie die wissenschaftliche Erforschung der Methode. Getragen vom Geist des Aufbruchs entwickelte sich aus diesen Anfängen eine Institution, die die Akupunktur in Deutschland nachhaltig etablierte und bis heute prägt.

Der Weg nach Deutschland führte zunächst über Frankreich, insbesondere über den engen Austausch mit Roger de La Fuÿe, der für Gerhard Bachmann zu einem entscheidenden Impuls wurde. Frankreich besaß damals über seine Kolonien in Indochina (Vietnam) als einziges westliches Land eine Kontaktmöglichkeit zur chinesischen Medizin, da die Volksrepublik China nach ihrer Gründung 1949 kaum Kontakte zum westlichen Ausland zuließ.

Diese Entwicklungen legten den Grundstein für die heutige Bedeutung der Akupunktur in Europa. Gerhard Bachmann war eine außergewöhnliche Persönlichkeit: ursprünglich Ingenieur und Architekt, später Arzt, Homöopath und leidenschaftlicher Vermittler zwischen unterschiedlichen medizinischen Denkweisen. Schon 1952 erschien unter seiner Leitung die erste Ausgabe der „Deutschen Zeitschrift für Akupunktur“ (DZA), die zu einem zentralen Forum des fachlichen Austauschs wurde. Früh war die DÄGfA damit nicht nur Ausbildungsstätte, sondern auch publizistische und wissenschaftliche Plattform.

Zu den prägenden Persönlichkeiten der Gründerzeit gehörte auch Heribert Schmidt (1914–1995). Als Mitgründer spielte er eine entscheidende Rolle bei der wissenschaftlichen Vermittlung der Akupunktur. Mit seiner klinischen Erfahrung, seiner präzisen Beobachtungsgabe und seiner Ausbildung in Japan trug er wesentlich dazu bei, dass Akupunktur in Deutschland fundiert gelehrt und praktiziert werden konnte. Ebenfalls zu den frühen Pionieren zählte Erich Stiefvater (1915–1994). Er studierte Medizin in Freiburg und interessierte sich schon früh für ganzheitliche Heilmethoden. Mit seinen Veröffentlichungen und seiner engagierten Lehrtätigkeit gehört er zu den Wegbereitern der Akupunktur in Europa.

Bereits in den 1950er- und 1960er-Jahren entstand ein lebendiges Netzwerk engagierter Ärztinnen und Ärzte. Einführungskurse, Jahrestagungen, erste Prüfungen und internationale Kongresse legten den Grundstein für eine systematische Ausbildung. Zugleich war die DÄGfA von Anfang an offen für ergänzende Denkweisen und Methoden wie Neuraltherapie, Ohrakupunktur und später Elektroakupunktur nach Voll. In einer Zeit, in der die offizielle Medizin diesen Verfahren mit Skepsis begegnete, entwickelte sich rund um die DÄGfA ein Raum für interdisziplinären Austausch, therapeutische Innovation und klinisch erfahrbare Wirksamkeit.

Mit dem Tod Gerhard Bachmanns im Jahr 1967 verlor die Gesellschaft ihren Gründer und prägenden Lehrer. Unter Heribert Schmidt, später Rolf von Leitner und vielen engagierten Persönlichkeiten entwickelte sich die DÄGfA weiter. Besonders die 1970er-Jahre brachten neue Dynamik. Die Öffnung Chinas und die internationalen Berichte über Akupunktur-Analgesie lenkten weltweit Aufmerksamkeit auf die chinesische Medizin.

In dieser Phase gewannen bedeutende europäische Lehrpersönlichkeiten großen Einfluss auf die Weiterentwicklung der ärztlichen Akupunktur. Georg König (1922–2013) war einer der bedeutendsten europäischen Akupunkturlehrer der Nachkriegszeit. Als langjähriger Oberarzt an der Wiener HNO-Poliklinik engagierte er sich intensiv für die wissenschaftliche Erforschung und Vermittlung der Akupunktur. Eine weitere Wegbereiterin war Ingrid Wancura-Kampik, die zu den wichtigsten Vertreterinnen der modernen Akupunktur im deutschsprachigen Raum zählt.

1979 wurde Carl Schnorrenberger zum Nachfolger von Rolf von Leitner gewählt. Georg Kampik gab nach 15 Jahren sein Amt als Vizepräsident ab. Das von ihm in München aufgebaute Fortbildungszentrum der DÄGfA ging an Ruth Schmitz-Harbauer über und erhielt in Krefeld eine neue Basis.

Beginnend mit den 1980er-Jahren wurde aus der Pioniergesellschaft eine große, bundesweit prägende Fachgesellschaft. Eine zentrale Rolle in dieser Entwicklung spielte Ruth Schmitz-Harbauer. Sie wurde 1982 zur Vizepräsidentin der Gesellschaft und Leiterin des neu gegründeten Fortbildungszentrums gewählt. In ihren Praxisräumen in Krefeld baute sie eine strukturierte und leistungsfähige Ausbildungsorganisation auf und schuf damit wesentliche Grundlagen für die Professionalisierung und Expansion der DÄGfA.

Spannungen zwischen Schnorrenberger und dem Vorstand führten 1985 zu einer turbulenten Mitgliederversammlung. Schließlich wurde Jochen Gleditsch 1985 zum neuen ersten Vorsitzenden gewählt. Er zählt zu den prägendsten Persönlichkeiten der modernen DÄGfA. Unter seiner Leitung stabilisierte sich die Gesellschaft. Das Kursprogramm wurde stetig ausgebaut, Curricula und Skripten wurden weiterentwickelt. Der Anschluss an nationale und internationale Organisationen wurde intensiviert.

1983 wurde der Internationale Dachverband ICMART (International Council for Medical Acupuncture and Related Techniques) in Wien anlässlich des ersten Weltkongresses für wissenschaftliche Akupunktur gegründet. Zu den 14 Gründungsmitgliedern zählten Fachgesellschaften aus Europa, Kanada, den USA und Israel. Ziel war es, ärztliche, zahnärztliche und veterinärmedizinische Akupunkturgesellschaften weltweit zu vernetzen. Erster Präsident war Johannes Bischko (1983–1986). Die DÄGfA wurde 1986 Mitglied des ICMART und stellt aufgrund ihrer Mitgliederzahl bis heute die größte Gesellschaft innerhalb des Verbandes.

Die DÄGfA prägte die Entwicklung des Weltverbandes über Jahrzehnte aktiv mit, insbesondere in den Bereichen Wissenschaft, Ausbildung und Akkreditierung. Mit Jochen Gleditsch stellte sie von 1990 bis 1992 den ersten deutschen Präsidenten, der später zum Ehrenmitglied ernannt wurde. Weitere ICMART-Präsidentinnen stellte die DÄGfA mit Walburg Marić-Oehler von 2000 bis 2002 und Hedi Luxenburger von 2018 bis 2022. Von 2010 bis 2014 führte Walburg Marić-Oehler den ICMART als Generalsekretärin.

Walburg Marić-Oehler engagierte sich früh mit Weitblick in europäischen Initiativen und später intensiv in Brüssel für die Integration der Akupunktur auf gesundheitspolitischer Ebene. Auch innerhalb des ZAEN, der Medizinischen Woche in Baden-Baden und des European Council for Plurality in Medicine spielte die DÄGfA eine zunehmend wichtige Rolle.

So entstand das bis heute charakteristische Profil der DÄGfA: die Verbindung von klassischer Körperakupunktur, TCM-Diagnostik, Mikrosystem-Akupunktur und naturwissenschaftlich orientierter Reflextherapie. Ein weiterer Meilenstein war die zunehmende Präsenz der Akupunktur an deutschen Universitäten. Bereits Ende der 1970er-Jahre wurden in Gießen, München und Mainz Vorlesungen aufgebaut, die über viele Jahre Generationen von Medizinstudierenden erreichten.

Von 1991 bis 2010 führte Walburg Marić-Oehler die DÄGfA als erste Vorsitzende. Unter ihrer Leitung entwickelte sich die Gesellschaft zu einer führenden, international vernetzten wissenschaftlichen Fachgesellschaft. Sie stand in besonderer Weise für Diplomatie und interdisziplinären wissenschaftlichen Dialog. Zu den Schwerpunkten ihrer Arbeit gehörten die Kooperation mit chinesischen Universitäten, die akademische Verankerung mit elf wissenschaftlichen Symposien an der Universitätsmedizin Mainz, der intensive Ausbau der ärztlichen Ausbildung sowie der Mitaufbau und die Vernetzung europäischer und internationaler Initiativen der integrativen Medizin.

Ein Höhepunkt ihres Wirkens war die Organisation der Jubiläumsveranstaltung „50 Jahre DÄGfA“ – des ICMART Akupunkturweltkongresses 2001 in Berlin mit über 1000 Teilnehmern, dem bis dahin größten ärztlichen Akupunkturkongress. Als Lehrbeauftragte für Akupunktur an der Universitätsmedizin Mainz, Generalsekretärin des ICMART und Ehrenprofessorin der Fujian-Universität für Traditionelle Chinesische Medizin wirkte sie als Botschafterin für Pluralismus in der Medizin und für die Anerkennung ärztlicher Akupunktur im schulmedizinischen und gesundheitspolitischen Bereich. In ihrer Amtszeit wurde die Akupunktur als Zusatzbezeichnung etabliert und zur Kassenleistung. Die Nachfrage nach den Ausbildungen stieg deutlich, ebenso die Mitgliederzahlen.

Ebenso bedeutsam ist das Wirken von Wolfram Stör, der die DÄGfA in vielfältigen Funktionen entscheidend mitgestaltete: seit 1990 als Dozent, von 1994 bis 1999 als Leiter des Fortbildungszentrums, ab 2001 als Leiter des Wissenschaftszentrums und schließlich ab 2010 als erster Vorsitzender. Er steht für Innovationskraft, wissenschaftliche Orientierung, Integrationsfähigkeit und strategisches Denken. Unter seiner Mitwirkung wurden neue Kursformate, universitäre Kooperationen und fachgesellschaftsübergreifende Initiativen vorangebracht. Der von ihm initiierte Deutsche Akupunkturkongress 2007 brachte die wesentlichen Fachgesellschaften und Universitäten zusammen und stärkte die Akupunktur in Deutschland nachhaltig.

Von 2016 bis 2025 stand mit Dominik Irnich ein an der Universität tätiger Wissenschaftler als erster Vorsitzender an der Spitze der DÄGfA. Er repräsentiert die Verbindung von universitärer Schmerzmedizin, Forschung und ärztlicher Akupunkturausbildung. Als zweiter Vorsitzender von 2010 bis 2016 sowie als Leiter des Fortbildungszentrums von 2010 bis 2016 und erneut von 2019 bis 2025 setzte er wichtige Impulse für die wissenschaftliche Verankerung der Akupunktur. Ein besonderer Meilenstein war der ICMART-iSAMS World Congress 2018 in München in Kooperation mit der LMU München, der die Zusammenarbeit internationaler Expertise und deutscher Akupunkturwissenschaft stärkte.

Seit Mai 2025 stehen Sabine Schierl und Klaus Trinczek gemeinsam an der Spitze der DÄGfA und leiten das Fortbildungszentrum.

Wenn wir heute auf 75 Jahre DÄGfA blicken, sehen wir mehr als eine Verbandsgeschichte. Wir sehen die Kraft einer Idee, die Generationen von Ärztinnen und Ärzten inspiriert hat, die Medizin um eine Perspektive zu erweitern, die den Menschen in seiner Ganzheit wahrnimmt. Aus den improvisierenden Anfängen der Nachkriegszeit ist eine starke wissenschaftliche, ärztliche und gesellschaftliche Präsenz gewachsen. Der Pioniergeist der Gründer wirkt bis heute nach – in der Lehre, in der Praxis, in der Forschung und im stetigen Bemühen, Akupunktur verantwortungsvoll weiterzuentwickeln.

Die Aufgaben bleiben groß: die Sicherung hoher Ausbildungsstandards, die Förderung klinischer und grundlagenwissenschaftlicher Forschung, die konstruktive Zusammenarbeit mit Universitäten und gesundheitspolitischen Institutionen sowie die Integration der Akupunktur in eine Medizin der Zukunft, die Wissenschaftlichkeit, ärztliche Kompetenz und menschliche Zuwendung nicht als Gegensätze versteht, sondern als untrennbare Einheit.

75 Jahre DÄGfA stehen für Erfahrung, Kontinuität und Erneuerung. Sie stehen für den Mut der Gründer, für die Beharrlichkeit der nachfolgenden Generationen und für die Verantwortung, dieses Erbe lebendig zu halten. In bewusster Präsenz ihrer Geschichte wird die DÄGfA auch in Zukunft das bleiben, was sie seit 1951 ist: traditionsbewusst, qualitätsorientiert und offen für die Medizin von morgen.

All dies zeigt: Die DÄGfA hat nicht nur Wissen vermittelt, sondern Medizin mitgestaltet. Möge dieses geistige Erbe auch künftig weiterwirken – in der Integration der Akupunktur in die Medizin, in der konsequenten Umsetzung hoher Standards in Lehre, Praxis und Forschung sowie in der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnern. So bleibt die DÄGfA auch künftig eine Akupunkturgesellschaft der Begegnung, der Qualität und der Inspiration – im Dienst einer Medizin, die den Menschen in seiner Ganzheit sieht.

Wenn wir heute auf 75 Jahre DÄGfA blicken, dann sehen wir mehr als eine Verbandsgeschichte. Wir sehen die Kraft einer Idee, die Generationen von Ärztinnen und Ärzten inspiriert hat: die Medizin um eine Perspektive zu erweitern, die den Menschen in seiner Ganzheit wahrnimmt. Aus den improvisierenden Anfängen der Nachkriegszeit ist eine starke wissenschaftliche, ärztliche und gesellschaftliche Präsenz gewachsen. Der Pioniergeist der Gründer wirkt bis heute nach – in der Lehre, in der Praxis, in der Forschung und im stetigen Bemühen, Akupunktur verantwortungsvoll weiterzuentwickeln.

Die Aufgaben bleiben groß: die Sicherung hoher Ausbildungsstandards, die Förderung klinischer und grundlagenwissenschaftlicher Forschung, die konstruktive Zusammenarbeit mit Universitäten und gesundheitspolitischen Institutionen sowie die Integration der Akupunktur in eine Medizin der Zukunft, die Wissenschaftlichkeit, ärztliche Kompetenz und menschliche Zuwendung nicht als Gegensätze versteht, sondern als untrennbare Einheit. 75 Jahre DÄGfA stehen für Erfahrung, Kontinuität und Erneuerung. Sie stehen für den Mut der Gründer, für die Beharrlichkeit der nachfolgenden Generationen und für die Verantwortung, dieses Erbe lebendig zu halten.

In der bewussten Präsenz ihrer Geschichte wird die DÄGfA auch in Zukunft das bleiben, was sie seit 1951 ist: traditionsbewusst, qualitätsorientiert und offen für die Medizin von morgen. All dies zeigt: Die DÄGfA hat nicht nur Wissen vermittelt, sondern Medizin mitgestaltet.

Möge dieses geistige Erbe, das über Jahrzehnte gewachsen und lebendig geblieben ist, auch in Zukunft weiterwirken: in der weiteren Integration der Akupunktur in die Medizin, in der konsequenten Umsetzung hoher Standards in Lehre, Praxis und Forschung sowie in der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnern. So bleibt die DÄGfA auch künftig eine Akupunkturgesellschaft der Begegnung, der Qualität und der Inspiration – im Dienst einer Medizin, die den Menschen in seiner Ganzheit sieht.

Die Vorsitzenden der dÄGfA

Gerhard Bachmann
Gerhard Bachmann

Gründungspräsident der Deutschen Gesellschaft für Akupunktur (später dann umbenannt zu DÄGfA),
deren erster Vorsitzender er von 1951 bis 1967 war. Dr. med. Gerhard Bachmann gilt als Pionier und Begründer der ärztlichen Akupunktur in Deutschland.

Geboren in Meran-Obermais, führte ihn sein Weg zunächst über ein Studium der Architektur und eine Tätigkeit als Ingenieur, bevor er sich der Medizin in München zuwandte. Nach seinem Einsatz als Arzt im Zweiten Weltkrieg ließ er sich in München nieder und widmete sich neben der Homöopathie intensiv der damals in Deutschland nahezu unbekannten Akupunktur. Eine prägende Rolle spielte die Begegnung mit dem französischen Arzt Roger de La Fuÿe, mit dem ihn eine enge fachliche und persönliche Freundschaft verband.

1951 gründete Bachmann gemeinsam mit engagierten Ärzten die DÄGfA und legte damit den Grundstein für die Verbreitung, Ausbildung und wissenschaftliche Erforschung der Akupunktur im deutschsprachigen Raum. Als Schriftleiter der „Deutschen Zeitschrift für Akupunktur“ sowie durch zahlreiche Publikationen und Übersetzungen trug er wesentlich zur Etablierung der Methode bei.

Gerhard Bachmann verband medizinische Präzision mit visionärem Denken und erkannte früh das Potenzial der Akupunktur als Brücke zwischen östlicher Heilkunde und westlicher Wissenschaft. Berichtet wird immer wieder seine besondere Ausstrahlung, sein Charisma und die beeindruckende Klarheit seines Wesens. Sein Lebenswerk wirkt bis heute fort.

Heribert Schmidt
Heribert Schmidt

Dr. med. Heribert Schmidt, Mitbegründer der Deutschen Ärztegesellschaft für Akupunktur
(DÄGfA), war eine prägende Persönlichkeit in der wissenschaftlichen Erschließung ostasiatischer
Medizin für Europa. Seit 1951 engagierte er sich in der DÄGfA, zunächst als stellvertretender
Vorsitzender, von 1967 bis 1971 als ihr Präsident. Sein Weg führte ihn früh nach Japan, wo
er 1953–1954 Akupunktur und Kampo-Medizin studierte und über viele Jahre hinweg vertiefte.
1954 gründete er in Stuttgart die Forschungsge- meinschaft für Ostasiatische Medizin und wurde
später Honorarprofessor an der Takushoku-Uni- versität in Tokio. Seine Werke zur konstitutionellen
Akupunktur und zur chinesisch-japanischen Typenleh- re gelten bis heute als wegweisend. Das erste deutsche
Lehrbuch „Die moderne Akupunktur“ (1952) von Heribert Schmidt ist eine verkürzte Übersetzung von Roger de La
Fuÿes Werk von 1947. Heribert Schmidt war ein leiser, präziser Arzt, der weniger durch Worte als durch eindrucksvolle Therapiedemonstrationen
lehrte. Seine nahezu schmerzfreie Nadeltechnik und sein feines Gespür für den richtigen Punkt beeindruckten Generationen
von Schülern. Bis ins hohe Alter blieb er praktisch tätig. In Japan wurde er in großer Wertschätzung als „Sensei“ geehrt.Der „Meister der Akupunktur DÄGfA“ umfasst 230 Unterrichtseinheiten in Theorie und Praxis. Modular aufgebaut, erlaubt die Ausbildung individuelle Schwerpunkte und bietet umfassende Kenntnisse. Der Abschluss ersetzt das frühere B-Diplom und ist bei Ärzte wie Patienten anerkannt.

Rolf von Leitner
Rolf von Leitner

1971-1980 übernahm Dr. med. Rolf von Leitner den Vorsitz. Er setzte als Initiator und Schriftleiter der
Zeitschrift “Akupunktur: Theorie und Praxis” und als Vertreter der Akupunktur (mit Prof. Herget) in
der Kommission Akupunktur beim Wissenschaftli- chen Beirat der Bundesärztekammer (Leitung Prof.
Frey) besondere Akzente. 1976 gründete er das Ausbildungszentrum der DÄGfA in Berlin. Er war
eine durchsetzungsfähige, international engagierte Persönlichkeit, organisierte große Akupunkturkongresse
wie 1976 ‘25 Jahre DÄGfA’ in Berlin und 1981 in Mainz. Manch einer erinnert sich noch gerne
an seinen Humor und die rheinländische Mundart. Er intensivierte zudem die Zusammenarbeit mit dem
Zentralverband der Ärzte für Naturheilverfahren (ZAEN) und spielte später auch in der „Union Mondiale d’Acupuncture“
eine bedeutende Rolle. Sein Einsatz stärkte das Ansehen der deutschen Akupunktur im Ausland erheblich.

Claus Schnorrenberger
Claus C. Schnorrenberger
Prof. h.c. (Universität Taichong/China) Dr. med. Claus C. Schnorrenberger war ein prägender Vorreiter der Chinesischen Medizin in Europa und Präsident der DÄGfA (1980–1985). Als Arzt und TCM Lehrer verband er westliche Medizin mit Studien in China und Taiwan. Er schrieb Lehrbücher und einen anatomischen Akupunktur Atlas, eng angelehnt an chinesische Standardwerke und mit philosophischem Hintergrund. International geehrt, wirkte er als Brückenbauer zwischen den Medizinsystemen und als Vordenker einer integrativen Medizin.
Jochen Gleditsch
Dr. med. Jochen Gleditsch zählt zu den herausragenden Persönlichkeiten der modernen Akupunktur. Geboren 1928 in Oberschlesien, begann er seine Laufbahn als Deutschlands jüngster Zahnarzt, bevor er Humanmedizin studierte und Facharzt für HNO Heilkunde wurde. In den 1970er Jahren entdeckte er die Akupunktur und widmete ihr fortan sein gesamtes ärztliches und wissenschaftliches Wirken. Als 1. Vorsitzender von 1986 1991 und später Ehrenpräsident der Deutschen Ärztegesellschaft für Akupunktur (DÄGfA) prägte er über Jahrzehnte deren Entwicklung. International war er zuerst als Präsident des Weltverbandes ICMART tätig, wurde später zum Ehrenmitglied des ICMART ernannt und genoss weltweite Anerkennung. Seine bedeutendsten Beiträge umfassen die Systematisierung der Mikrosystem Akupunktur, die Entwicklung der Very Point Technik® sowie die Begründung der Mundakupunktur. Jochen Gleditsch wurden zahlreiche Auszeichnungen verliehen, u.a. die Ehrenprofessur der Fujian Universität China und das Bundesverdienstkreuz am Bande. Jochen Gleditsch war ein leidenschaftlicher Lehrer, der Generationen von Ärzten ausbildete und inspirierte. Mit über 100 wissenschaftlichen Beiträgen und Publikationen zur Akupunktur aus eigener Forschungstätigkeit hinterließ er ein umfassendes Werk. Sein Denken war geprägt von einem ganzheitlichen, umfassenden Menschenbild und großem Engagement für eine integrative Medizin, die er im Dialog mit bekannten Geistes und Naturwissenschaftlern intensiv diskutierte und voranbrachte. Sein Handeln war geprägt von Bescheidenheit, Disziplin und nahezu selbstloser Menschenliebe auf der Grundlage einer stillen, tiefen Religiosität.
Maric Oehler
Walburg Marić Oehler

Als langjährige Erste Vorsitzende der DÄGfA (1991–2010) und spätere Ehrenpräsidentin prägte Prof. h.c. Dr. med. Walburg Marić Oehler die Entwicklung und Anerkennung der ärztlichen Akupunktur in Deutschland, Europa und weltweit auf einzigartige Weise. Ihre besondere Stärke lag in der Verbindung von medizinischer Kompetenz und interkultureller Perspektive: Vor dem Medizinstudium hatte sie Sinologie und Mongolistik studiert. Unter ihrem Vorsitz entwickelte sich die DÄGfA zu einer führenden, international anerkannten Fachgesellschaft. Zu ihren herausragenden Verdiensten zählt die Initiierung bedeutender Kongresse und Symposien, darunter der ICMART Weltakupunkturkongress 2001 in Berlin. Mit insgesamt 11 Akupunktur Symposien an der Universität Mainz unter dem Titel „Akupunktur und Universität“ sowie der dazugehörigen Editionsreihe eröffnete sie einen nachhaltigen universitären Dialog. Ihr Wirken war stets darauf gerichtet, Brücken zwischen Ost und West zu bauen, den interdisziplinären Austausch und die Zusammenarbeit mit Fachgesellschaften zu fördern und Akupunktur als Teil der Integrativen Medizin zu verankern. Sie war hiermit eine wegweisende und inspirierende Persönlichkeit der Integrativen Medizin im In und Ausland. Auch die Einführung und Etablierung weiterer asiatischer Medizinsysteme, wie insbesondere der Tibetischen Medizin in Europa, ist eng mit ihrem Namen verbunden und wird durch Sonja Marić in der DÄGfA fortgeführt. Als Generalsekretärin des ICMART, Lehrbeauftragte in Mainz und Ehrenprofessorin der Fujian Universität für Traditionelle Chinesische Medizin setzte sie sich über Jahrzehnte hinweg unermüdlich für die wissenschaftliche Anerkennung, Verbreitung und globale Vernetzung der Akupunktur sowie der Asiatischen Medizin ein. 1991 2014 war sie zugleich im ICMART in führenden Funktionen tätig. Ihr Lebenswerk steht für eine integrative, zutiefst menschliche Medizin, die sie stets mit großer Leidenschaft verkörperte. Sie selbst bleibt als Grand Dame ärztlicher Akupunktur und Diplomatin für Integrative Medizin unvergessen.

Wolfram Stör

Dr. med. Wolfram Stör prägte als 1. Vorsitzender der DÄGfA (2010–2016) die Integration der Akupunktur in Medizin, Wissenschaft und Gesundheitssystem entscheidend. Unter seinem Vorsitz wurde im Künstlerhaus München das sehr festliche 60 jährige DÄGfA Jubiläum organisiert, wo unter anderem Prof. Klaus Peter und Prof. Hans Peter Dürr als einer von vielen honorierten Gastrednern unvergessene Vorträge hielten. Seit 1990 ist er als Dozent aktiv, leitete das Wissenschaftszentrum und das Fortbildungszentrum der DÄGfA. Er initiierte 2007 den 1. Deutschen Akupunktur Kongress in Bad Nauheim unter dem Motto „Akupunktur Die Medizin für Körper und Seele“, der nationale und internationale Fachgesellschaften und Universitäten zusammenführte. Als Lehrbeauftragter der LMU München engagierte er sich für Forschung, Lehre und Vernetzung. Sein Wirken steht für strukturiertes Denken, Integrationskraft und Innovation – mit dem Ziel, Akupunktur als patientenorientierte, wissenschaftlich fundierte Medizin weiterzuentwickeln.

Dominik Irnich

Prof. Dr. med. Dominik Irnich entwickelte als 1. Vorsitzender der DÄGfA (2016–2025) und langjähriger Leiter des Fortbildungszentrums innovative Ausbildungskonzepte. Er etablierte die weiterführenden Ausbildungsgänge „Meister der Akupunktur DÄGfA“ und „Meister der Ost Asiatischen Medizin DÄGfA“ und förderte die Integration der Akupunktur in die wissenschaftlich begründete Medizin. Mit seiner Habilitation zur Akupunktur sowie zahlreichen Studien und Publikationen setzte er wissenschaftliche Maßstäbe. Als Leiter der Interdisziplinären, multimodalen Schmerzambulanz der LMU München mit dem Munich Outpatient Program in Complementary and Alternative Medicine for Chronic Pain (MOCAM) verbindet er Akupunktur, Naturheilkunde und moderne Schmerzmedizin und bringt damit die Akupunktur in die direkte praktische, klinische Anwendung. International geschätzt und vernetzt u.a. mit amerikanischen Akupunkturgesellschaften und zur Harvard Universität steht sein Wirken für evidenzbasierte, patientenorientierte Akupunktur.

Sabine Schierl und Claus Trinczek
Sabine Schierl & Klaus Trinczek

Sabine Schierl und Dr. med. Klaus Trinczek stehen seit Mai 2025 gemeinsam an der Spitze der DÄGfA und leiten das Fortbildungszentrum. Im Schulterschluss mit unseren Mitgliedern, Dozenten, Tutoren und Kooperationspartnern möchten sie die DÄGfA als starke Gesellschaft auch in herausfordernden Zeiten zukunftsfähig weiterentwickeln. Ein besonderer Fokus liegt auf der modernen Ausrichtung der inneren Organisationsstruktur sowie auf einer lebendigen Zusammenarbeit aller Generationen von Studierenden bis zu erfahrenen Ärztinnen und Ärzten. Die Verbindung traditioneller und moderner Erkenntnisse der Geistes und Naturwissenschaften bildet dabei die Basis für eine nachhaltige Stärkung der Akupunktur und integrativen Medizin.

Ehrenpräsidenten

Rolf von Leitner
1980 Rolf von Leitner
1991 Ruth Schmitz-Harbauer
1991 Jochen Gleditsch
Maric Oehler
2010 Walburg Marić-Oehler
2026

75-jähriges Jubiläum der DÄGfA im Kloster Banz und 40. Akupunkturwoche

Kloster BanzDie DÄGfA blickt auf 75 Jahre Geschichte zurück: von einer kleinen
Pioniergesellschaft in München zu einer der bedeutendsten
ärztlichen Akupunkturgesellschaften der westlichen Welt.

2026
2025

Neue Doppelspitze

Seit Mai 2025 führen Sabine Schierl (1. Vorsitzende) und
Klaus Trinczek (2. Vorsitzender) die DÄGfA.

2025
2018

Hedi Luxenburger wird ICMART-Präsidentin ICMART-iSAMS World Congress in München

Congress-AnzeigeDer ICMART-iSAMS World Congress wurde von der DÄGfA in Kooperation
mit der LMU München organisiert. Der Weltkongress
bot eine Plattform für den Austausch über moderne Akupunkturforschung
und klinische Evidenz.

2018
2016

Vorsitz von Dominik Irnich

Dominik Irnich am RednerpultUnter Dominik Irnich als 1. Vorsitzendem wird die Verbindung
von klinischer Forschung, universitärer Lehre und moderner
Akupunkturmedizin weiter gestärkt.

2016
2011

Einführung des „Meisters der Akupunktur DÄGfA“ und des „Meisters der Ost-Asiatischen Medizin DÄGfA“

Der Festsaal von obenals neue, höchste Qualifikationsstufen, die das bisherige B-Diplom
ablösen und die Ausbildung inhaltlich sowie strukturell modernisieren.

60-jähriges Jubiläum in München

Das Jubiläum steht im Zeichen der erfolgreichen Integration der
Akupunktur in das deutsche Gesundheitssystem. „Motto: Das
Alte bewahren und in die moderne Medizin integrieren“.

2011
2010

Wolfram Stör wird 1. Vorsitzender

Wolfram StörMit Wolfram Stör übernimmt ein stark universitär und gesundheitspolitisch
engagierter Vorsitzender die Leitung. Im selben
Jahr wird Walburg Marić-Oehler Ehrenpräsidentin der DÄGfA.
Walburg Marić-Oehler wird zur Generalsekretärin des ICMART gewählt.

2010
2009

Jochen Gleditsch Preis

Die PreisträgerDer Preis wurde erstmals am 21. Mai 2009 auf der Jahrestagung der DÄGfA an die Begründer der DÄGfA Summer School vergeben.

2009
2008

Summer School of Acupuncture

Gruppenbild SummerSchool of AcupunctureDie Summer School of Acupuncture der Deutschen Ärztegesellschaft für Akupunktur (DÄGfA) ist seit 2008 ein fest etabliertes Nachwuchs-Förderungsprogramm, begründet durch eine Initiative der Tutoren und mit dem Jochen-Gleditsch-Preis ausgezeichnet

2008
2001

50-jähriges Jubiläum in Berlin

Flyer 50 JahreAuf dem ICMART Weltakupunkturkongress mit über 1000 Teilnehmern
feiert die DÄGfA ihr 50-jähriges Jubiläum und veranstaltet
hiermit den bis dato größten ärztlichen Akupunkturkongress unter
der Leitung von Walburg Marić-Oehler. Angeschlossen wurde
das 30-jährige Bestehen der DGfAN. Gemeinsam wird in Berlin
gefeiert. Die Veranstaltung wird zu einem internationalen Highlight
auch mit der Verkündung der Akupunktur Charta Berlin 2001.

Hände bei der AkupunkturWissZ -Wissenschaftzentrum der DÄGfA

Die DÄGfA etabliert ihr Wissenschaftszentrum. Sie stärkt damit
ihre wissenschaftliche Kompetenz und hat seitdem über 30
wissenschaftliche
Studien/Projekte mit einem Gesamtbetrag
von mehr als 1 Million € gefördert.

2001
2000

Internationale Spitzenposition

Walburg Maric-Oehler

Walburg Marić-Oehler wird Präsidentin des ICMART. Die DÄGfA steht damit zugleich national und international in herausgehobener
Verantwortung.

2000
2000er Jahre

Ausbau von Wissenschaft, Lehre und Studierendenförderung

2000er Jahre
1999

Rückkehr der Deutschen Zeitschrift für Akupunktur

Die DZA kehrt zurückDie ursprünglich von Gerhard Bachmann gegründete Zeitschrift kehrt
zur DÄGfA zurück und wird wissenschaftlich neu aufgestellt. In dieser
Phase gewinnen auch Qualitätszirkel zunehmend an Bedeutung.

1999
1996

Eigenes Haus in München

Das DÄGfA HausMit Walburg Marić-Oehler beginnt eine lange Phase des Wachstums. Die DÄGfA wird zunehmend universitär, national und international vernetzt. Mit der Etablierung der Zusatzbezeichnung
und Einführung als Kassenleistung bekommt Akupunktur eine offizielle Anerkennung. Die Mitgliederzahlen steigen stark an. 

1996
1991

Ära Walburg Marić-Oehler als 1. Vorsitzende

Werbeanzeige1991 ist ein doppeltes Schlüsseljahr:

  • 40 Jahre DÄGfA
  • ICMART- Weltkongress in München

Im selben Jahr wird Ruth Schmitz-Harbauer Ehrenpräsidentin.

 

 

Walburg Maric-Oehler

 

Mit Walburg Marić-Oehler beginnt eine lange Phase des Wachstums. Die DÄGfA wird zunehmend universitär, national und international vernetzt. Mit der Etablierung der Zusatzbezeichnung und Einführung als Kassenleistung bekommt Akupunktur eine offizielle Anerkennung. Die Mitgliederzahlen steigen stark an.

1991
1990

Internationale Führungsrolle

Jochen GleditschJochen Gleditsch wird Präsident des ICMART. Die DÄGfA wird damit
auch international zu einer der einflussreichsten ärztlichen
Akupunkturgesellschaften.

 

 

 

Freundschaftliche Beziehungen nach der WendeAus der ostdeutschen Arbeitsgemeinschaft entsteht die DGfAN. Die Beziehung zwischen DÄGfA und DGfAN entwickelt sich zu einer wichtigen, freundschaftlichen Verbindung.

1990
1988

Erste Bad Nauheimer Akupunkturwoche

Bad NauheimMit der Bad Nauheimer Akupunkturwoche entsteht ein neues
jährliches Zentrum für wissenschaftliche Tagung und Fortbildung.
Gastdozenten wie Felix Mann, Paul Nogier, Maurice
Mussat und Toshikatsu Yamamoto prägen die Veranstaltung.

Studienreise ‚Orientalische Medizin’ der DÄGfA nach China, Japan, Korea, organisiert von Walburg Marić-Oehler.

1988
1987

Studienaufenthalt in Fuzhou (China)

Studienaufenthalt in FouzhouEin DÄGfA-Team reist an die Hochschule für TCM in Fuzhou. Diese
Verbindung ist für die weitere Entwicklung der DÄGfA bedeutsam.

1987
1986

Beitritt der DÄGfA zum internationalen Dachverband ICMART

1986
1985

Jochen Gleditsch wird 1. Vorsitzender

Jochen GleditschNach einer konfliktreichen Mitgliederversammlung übernimmt
Jochen Gleditsch den Vorsitz. Die Gesellschaft stabilisiert sich organisatorisch
und baut Curricula, Kurssystem und internationale
Vernetzung aus.

1985
1982

Gründung des Fortbildungszentrums

Schloss ElmauRuth Schmitz-Harbauer gründet das Fortbildungszentrum der
DÄGfA. Dieser Schritt professionalisiert die Ausbildung grundlegend.
Die erste Dozentenversammlung findet im Schloss Elmau
statt.

1982
1981

30-jähriges DÄGfA-Jubiläum

MainzKongress in Mainz unter Leitung von Rolf von Leitner

1981
1980

Claus C. Schnorrenberger wird Vorsitzender

Claus SchnorrenbergerHiermit beginnt eine Phase stärkerer Internationalisierung, die
jedoch auch interne Spannungen mit sich bringt.

1980
Ende der 1970er Jahre

Akupunktur an Universitäten

WerbeanzeigeAn den Universitäten Gießen, München und Mainz beginnen
Vorlesungen und Lehrveranstaltungen zur Akupunktur. Damit
erhält die DÄGfA zunehmend akademische Sichtbarkeit.

Ende der 1970er Jahre
1977

Chinareise

China StadtkulisseEine Gruppe von DÄGfA-Mitgliedern fährt unter der Organisation
von Ingrid Wancura nach China. Die Reise bringt direkte Einblicke
in Kliniken, Akupunktur-Analgesie und den praktischen Einsatz der
Methode. Die Reise gilt als wichtiger Meilenstein für die Öffnung
gegenüber China.

1977
1976

25-jähriges Jubiläum

25-jähriges JubiläumDas 25-jährige Jubiläum der DÄGfA wird in Berlin gefeiert.

1976
1975

Die Mundakupunktur wird von Jochen Gleditsch entwickelt und begründet.

Jochen Gleditsch bei der Mundakupunktur

1975
1971

Rolf von Leitner übernimmt den Vorsitz

Rolf von LeitnerUnter Rolf von Leitner gewinnt die DÄGfA weiter an Profil und internationalem
Ansehen. Er wirkt später auch in der Union Mondiale
d’Acupuncture.

1971
1970er Jahre

Integration in größere medizinische Netzwerke

HeidelbergDie DÄGfA wird korporatives Mitglied des Zentralverbands der
Ärzte für Naturheilverfahren (ZAEN). Die Einbindung in Freudenstadt
stärkt den Austausch mit anderen naturheilkundlichen und
regulationsmedizinischen Fachgesellschaften.

1970er Jahre
1967

Tod des Gründers Gerhard Bachmann

Untersuchung in ChinaMit Bachmanns plötzlichem Tod endet die erste große Pionierphase. Heribert Schmidt übernimmt den Vorsitz. Sein Schwerpunkt
liegt auf präziser klinischer Beobachtung und der japanisch geprägten Akupunkturtradition.

1967
1960er Jahre

Erweiterung um Elektroakupunktur und Regulationsmedizin

ElektroakupunkturMitglieder wie Reinhold Voll und Walther Schmidt prägen die Entwicklung der Elektroakupunktur. Die DÄGfA bleibt zugleich offen für neue diagnostische und therapeutische Zugänge.

1960er Jahre
1957

Erste stärkere China-Bezüge und Kritik der Ärzteschaft

Untersuchung

Chinesische Autoren publizieren erstmals in der DZA. Gleichzeitig
erklärt der Wissenschaftliche Beirat der Bundesärztekammer,
Akupunktur sei noch keine wissenschaftlich anerkannte Methode.
Die DÄGfA hält dennoch an Ausbildung, Praxis und Forschung fest.

 

Veröffentlichung von Paul Nogier in der DZA

Paul NogierDer erste Artikel zur Auriculotherapie in der DZA wird von Gerhard
Bachmann als “Ohrakupunktur” übersetzt. Dieser Artikel in der DZA initiierte in China 1958 die erste chinesische Veröffentlichung zur Ohrakupunktur.

1957
1954

Erste Akupunkturprüfung

Prüfung in AkupunkturBereits drei Jahre nach Gründung führt die DÄGfA eine erste
strukturierte Prüfung ein. Voraussetzung: Mitgliedschaft und
Ausbildungskurse. Im selben Jahr referiert Paul Nogier in München
über seine neuen Erkenntnisse zur Ohrakupunktur.

1954
1953–1954

Japan-Aufenthalt von Heribert Schmidt

Untersuchung in JapanEr vertieft seine Ausbildung in Japan und bringt wichtige Impulse aus Akupunktur und Kampo-Medizin nach Deutschland zurück.

1953–1954
1953

Internationaler Aufbruch

7. Internationaler Kongress für AkupunkturGerhard Bachmann organisiert in München den 7. Internationalen
Kongress für Akupunktur. Die DÄGfA knüpft enge Beziehungen zu
französischen Akupunkturärzten, besonders zu Roger de La Fuÿe.

1953
1952

Beginn der organisierten Ausbildungsarbeit

Die erste DZADie DÄGfA hält erste Einführungskurse in München. Im Haug
Verlag erscheint das erste Heft der „Deutschen Zeitschrift für
Akupunktur“. Die Zeitschrift veröffentlicht Beiträge nicht nur
zur Praxis, sondern auch zu Philosophie, Anthropologie, Physik,
Neurologie und Energetik der Akupunktur. Außerdem entsteht
mit Heribert Schmidt / Roger de La Fuÿe eines der frühen
deutschsprachigen Lehrwerke zur Akupunktur.

1952
1951

Gründung der Deutschen Gesellschaft für Akupunktur in München (später DÄGfA)

AutogrammstunderAm 18. November 1951 gründet Gerhard Bachmann mit 6 weiteren
Ärzten die deutsche Sektion der „Association internationale
d’Acupuncture“. Gerhard Bachmann wird 1. Vorsitzender. Ziele
von Beginn an: Verbreitung, Ausbildung und wissenschaftliche
Erforschung der Akupunktur.

1951
1950er Jahre

Pionierphase und wissenschaftliche Identitätsfindung

Akupunktur am Löwen

Die DÄGfA entwickelt sich zu einem Zentrum der frühen ärztlichen
Akupunktur in Deutschland. Akupunktur bleibt noch außerhalb
der offiziellen Hochschulmedizin, gewinnt aber unter praktisch
tätigen Ärzten an Bedeutung.

1950er Jahre