Präzise diagnostizieren. Gezielt behandeln. Integrativ denken.
Myofasziale Schmerzen und Funktionsstörungen begegnen uns täglich in der ärztlichen Praxis. Eine besondere Bedeutung kommt dabei den myofaszialen Triggerpunkten (mTrP) zu. Dabei handelt es sich um umschriebene, druckempfindliche Bereiche innerhalb tastbar gespannter Muskelfaserbündel, die charakteristische lokale oder übertragene Schmerzen auslösen und funktionelle Einschränkungen verursachen oder aufrechterhalten können.
Für eine erfolgreiche Behandlung ist es entscheidend, relevante Triggerpunkte durch eine präzise funktionell-anatomische Untersuchung zu erkennen, ihre Bedeutung im jeweiligen Beschwerdebild richtig einzuschätzen und gezielt zu behandeln. Bei der Triggerpunkt-Akupunktur werden relevante Triggerpunkte gezielt mit der Akupunkturnadel stimuliert, wobei eine charakteristische lokale Muskelzuckung (Local Twitch Response) ausgelöst werden kann.
Genau hier setzt die Triggerpunkt-Akupunktur / Integrative Triggerpunkt-Therapie DÄGfA an.
Unser neuer Film: Triggerpunkt-Akupunktur erleben
Wie werden Triggerpunkte untersucht? Was zeichnet die Triggerpunkt-Akupunktur aus? Und was erwartet Sie in der Ausbildung?
Unser neuer Film gibt einen Einblick in die Methode und zeigt vor allem eines: Triggerpunkt-Therapie ist praktische Medizin. Anatomisches Wissen, präzise Untersuchung und gezielte Behandlung greifen unmittelbar ineinander.
Vorgehen bei der Triggerpunkt-Akupunktur?
Entscheidend ist deshalb nicht allein das Nadeln, sondern zunächst die exakte Identifikation des für die Beschwerden relevanten Triggerpunktes. Voraussetzung dafür sind fundierte anatomische Kenntnisse, eine strukturierte funktionelle Untersuchung und die Fähigkeit, muskuläre Befunde in das gesamte Beschwerdebild einzuordnen.
Die Triggerpunkt-Akupunktur, welche international häufig als Dry Needling bezeichnet wird, ermöglicht die gezielte Behandlung dieser Strukturen mit der Akupunkturnadel. Der Begriff „Dry Needling“ bezeichnet dabei die Behandlung ohne Injektion eines Medikaments oder Lokalanästhetikums. Durch die präzise Stimulation des Triggerpunktes kann eine charakteristische lokale Muskelzuckung (Local Twitch Response) ausgelöst werden.
Die Methode kann eigenständig loko-regional oder in Kombination mit klassischer Akupunktur und weiteren therapeutischen Verfahren eingesetzt werden. Bei entsprechender anatomischer Kenntnis und sicherer Technik können auch tiefer gelegene muskuläre Strukturen gezielt erreicht werden.
Mehr als ein lokaler Schmerzpunkt
Myofasziale Beschwerden entstehen häufig im Zusammenspiel verschiedener Einflussfaktoren.
Muskulatur reagiert auf Fehl- und Überbelastung, Bewegungsmangel und Verletzungen ebenso wie auf Stress und andere innere Belastungsfaktoren. Körperhaltung, Bewegung, Schmerz und psychovegetative Einflüsse können sich gegenseitig verstärken.
Gerade deshalb betrachten wir Triggerpunkte nicht isoliert.
Die Integrative Triggerpunkt-Therapie DÄGfA verbindet die gezielte lokale Behandlung mit einem erweiterten therapeutischen Verständnis. Neben der Triggerpunkt-Akupunktur können manuelle Verfahren, klassische Akupunktur, Naturheilverfahren und komplementärmedizinische Ansätze das Behandlungsspektrum ergänzen.
Damit verbindet die Ausbildung präzises funktionelles muskuläres Denken und einem integrativen Blick auf den Menschen.
Von der Untersuchung direkt in die Therapie
Die Triggerpunkt-Akupunktur ist eine ausgesprochen praxisorientierte Methode. Was in der Untersuchung ertastet und funktionell zugeordnet wird, kann unmittelbar therapeutische Konsequenzen haben.
Deshalb steht in unseren Kursen das praktische Arbeiten im Mittelpunkt:
- funktionell-anatomische Untersuchung und Palpation
- Erkennen und Zuordnen relevanter myofaszialer Triggerpunkte
- sichere und präzise Nadeltechniken
- Behandlung typischer myofaszialer Schmerzsyndrome und Funktionsstörungen
- Kombination mit manuellen und weiteren therapeutischen Verfahren
- Integration in ein multimodales Behandlungskonzept
Ziel ist nicht nur das Erlernen einer Technik. Die Teilnehmenden sollen Sicherheit darin gewinnen, wann ein Triggerpunkt für ein Beschwerdebild relevant ist, wie er zuverlässig identifiziert und wie er sicher und gezielt genadelt wird.
Triggerpunkt-Akupunktur hat bei der DÄGfA Tradition
Die DÄGfA ist eng mit der Entwicklung und Verbreitung der Triggerpunkt-Akupunktur in Deutschland verbunden.
Eine wichtige Rolle spielte dabei der langjährige DÄGfA-Dozent Dr. med. Nicolas Behrens, der das bei C. Chan Gunn, einem der international prägenden Wegbereiter des Dry Needling, erworbene Wissen in das Lehrkonzept der DÄGfA einbrachte.
Ein weiterer Meilenstein war das umfassende Standardwerk „Leitfaden Triggerpunkte“, herausgegeben von DÄGfA-Dozent Prof. Dr. med. Dominik Irnich unter intensiver Mitarbeit von Dr. med. Nicolas Behrens.
Auch weitere DÄGfA-Dozenten und Mitglieder unserer Fachkommission haben mit wissenschaftlichen Publikationen, Büchern, Buchbeiträgen und ihrer langjährigen klinischen Erfahrung wesentlich zur Entwicklung des Gebietes beigetragen.
Diese Verbindung aus klinischer Erfahrung, wissenschaftlicher Auseinandersetzung und jahrzehntelanger Lehrkompetenz bildet die Grundlage unseres Curriculums.
Ein Curriculum – ein Diplom
Mit dem Diplom „Triggerpunkt-Akupunktur / Integrative Triggerpunkt-Therapie DÄGfA“ haben wir die unterschiedlichen Aspekte der Triggerpunkt-Therapie zu einer strukturierten Ausbildung zusammengeführt.
Das Curriculum umfasst:
50 Unterrichtseinheiten (UE) · 6 Kurse · Abschluss mit DÄGfA-Diplom
Die Ausbildung vermittelt systematisch die diagnostischen und therapeutischen Grundlagen und vertieft diese anhand verschiedener Körperregionen und klinischer Beschwerdebilder.
Wir empfehlen, die Ausbildung mit Kurs 1 zu beginnen. Dieser entspricht zugleich dem Kurs M1 K10 innerhalb der Ausbildung zum „Meister der Akupunktur DÄGfA“.
Bereits bei der DÄGfA absolvierte Triggerpunkt-Kurse können – abhängig von Inhalt und Umfang – für das Diplom anerkannt werden. Kurse anderer Anbieter können nicht angerechnet werden.
Auch ohne Akupunktur-Grundausbildung möglich
Ein besonderer Vorteil: Das Triggerpunkt-Diplom DÄGfA kann unabhängig von der Akupunktur-Grundausbildung absolviert werden.
Entsprechende Vorkenntnisse in Akupunktur sind jedoch überaus hilfreich.
Damit richtet sich die Ausbildung sowohl an Ärztinnen und Ärzte mit Akupunkturerfahrung als auch an Kolleginnen und Kollegen, die zunächst gezielt in die Diagnostik und Therapie myofaszialer Beschwerden einsteigen möchten.
Wer bereits eine Akupunkturausbildung absolviert hat, kann die Triggerpunkt-Akupunktur wiederum hervorragend mit klassischen und modernen Akupunkturkonzepten verbinden.
Das Triggerpunkt-Diplom auf einen Blick
Diplom:
Triggerpunkt-Akupunktur / Integrative Triggerpunkt-Therapie DÄGfA
Umfang:
48 UE in 6 Kursen
Empfohlener Einstieg:
Kurs 1 – zugleich M1 K10 der Ausbildung „Meister der Akupunktur DÄGfA“
Kurszeiten:
09.00–13.00 Uhr und 14.00–17.00 Uhr
Kosten für M1K10:
Preis für Mitglieder: 190,00 €
Ermäßigter Preis: 160,00 €
Preis für Studenten: 95,00 €
Aufpreis Nicht-Mitglieder: 50,00 €
Kosten pro Kurstag ab Trigger 2 (8 UE):
Preis für Mitglieder: 220 Euro,
Ermäßigt 190 Euro, Studierende
110 Euro, Aufpreis Nicht-Mitglieder: 50,00 € 2 [DD2.1]
Voraussetzung:
Eine vorherige Akupunktur-Grundausbildung ist nicht erforderlich.
Unsere Fachkommission
Für die Qualität und kontinuierliche Weiterentwicklung des Curriculums steht eine interdisziplinär zusammengesetzte Fachkommission mit langjähriger Erfahrung in Triggerpunkt-Therapie, Akupunktur, Schmerzmedizin, Sportmedizin, funktioneller Anatomie, Forschung und Lehre.
Ihr gehören an:
Dr. med. Jürgen Bachmann
Prof. Dr. Dr. Winfried Banzer
Dr. med. Nicolas Behrens
Dr. med. Daniel Drebinger
apl.-Prof. Dr. med. Johannes Fleckenstein
Prof. Dr. med. Dominik Irnich
Dr. med. Sybille Kramer
Dr. med. Nashmil Pollmann
Dr. med. Leonie Rackelmann
Prof. vis. Univ. Buenos Aires Dr. med. Oskar A. Schmid
Christoph Sommer
Dr. med. Christina Wolkowicz
Dr. med. Andreas Woschke