
Toshikatsu Yamamoto (1929–2026) war Begründer der Yamamoto Neuen Schädelakupunktur (YNSA) und eine der einflussreichsten Persönlichkeiten der modernen Akupunktur. In den 1960er Jahren entwickelte er auf Basis klinischer Beobachtungen ein innovatives System, das Zusammenhänge zwischen Schädelarealen und dem Bewegungssystem sowie dem peripheren und zentralen Nervensystem beschreibt. Nach medizinischer Ausbildung in Japan, den USA und Deutschland gründete er in Nichinan ein Krankenhaus sowie später eine Rehabilitationsklinik in Miyazaki (Südjapan).
Die enge Verbindung zur Deutschen Ärztegesellschaft für Akupunktur (DÄGfA) begann in den 1980er Jahren durch Einladungen von Jochen Gleditsch. Von Deutschland aus verbreitete sich die YNSAinternational. In Zusammenarbeit mit Walburg Maric-Oehler entstand das erste deutschsprachige Lehrbuch.
Ebenso fast von Anbeginn dabei war Dr. Hans Peter Ogal. Zwischen ihm und Dr. Yamamoto entwickelte sich schnell aus einer Schüler-Lehrer-Beziehung eine enge familiäre Freundschaft. Hans Ogal wurde über mehr als drei Jahrzehnte einer seiner engsten Schüler und assistierte bzw. referierte in den zahlreichen Kursen mit Dr. Yamamoto oder als seine Vertretung in Deutschland und Europa. Der enge Kontakt zwischen Dr. Yamamoto und Hans Ogal führt dazu, dass wir, die DÄGfA immer auf dem Stand der neuesten Entwicklungen und Erfahrungen sind und dass die Teilnehmer unserer Kurse die YNSA aus erster Hand erlernen können.
Über Jahrzehnte prägte Yamamoto Forschung, Lehre und Praxis der Akupunktur. Seine Arbeit zeichneten Präzision, klinische Wirksamkeit und große Menschlichkeit aus. Bis zu seinem Tod am 20. Januar 2026 blieb er ein inspirierender Lehrer und Brückenbauer zwischen den Medizinsystemen.
